Einruhr 9.11.2014

Ein Zieleinlauf, der zu Tränen rühr

Bei allem sportlichen Ehrgeiz stahl eine junge Frau den Siegern des Rursee-Marathons die Show. Dass Nadine Pelzer das Ziel in Einruhr durchlief grenzt schließlich an ein Wunder, ist die junge Dame doch eigentlich auf einen Rollstuhl angewiesen. »Ich danke meinem zweiten Papa, Peter Borsdorff«, strahlte die 28-Jährige mit Freudentränen in den Augen.

Peter Borsdorff, der bekannte Läufer aus Düren, der stets eine Sammelbüchse bei sich trägt, war in Einruhr auch wieder dabei. Am Samstag lief er die 5 Kilometer, ansonsten war er wieder mit seiner Aktion »Running for Kids« beschäftigt. Wie jeder in der Läuferszene weiß, sammelt er für kranke und behinderte Kinder und Jugendliche in der Region, auch für Familien, die in Not geraten sind.

Diesmal überreichte er am Rande der Siegerehrung im Zelt einen Scheck über 1.000 Euro, der für eine Eifeler Familie bestimmt ist, an Bernhard Pauls. »Wir legen von unserem Verein noch etwas drauf«, versprach der erste Vorsitzende.

Ein Schützling, dessen Schicksal Peter Borsdorff besonders am Herzen liegt, ist Nadine Pelzer aus Hürtgenwald-Gey, die er im vorigen Jahr in Einruhr vorstellte. Die 28-Jährige ist auf den Rollstuhl angewiesen, doch nach mehreren Delphin-Therapien, die Peter Borsdorffs Aktion für sie ermöglichte, kann sie wieder kurze Strecken gehen. Das bewies sie im Rahmen der Siegerehrung des letzten Rursee-Marathons.

Und diesmal lief sie die letzten 30 Meter ins Ziel! »Ein Glücksmoment«, wie sie selbst sagte. Peter Borsdorff hatte sich aber wieder eine besondere, fast unglaubliche Überraschung ausgedacht: Dank seiner intensiven Anstrengungen und der Unterstützung vieler Menschen, die ihm vertrauen, konnte er die nächste Delphin-Therapie für Nadine sicherstellen. Die junge Frau war restlos überwältigt und zunächst sprachlos vor Glück. Auch vielen Menschen im Zelt kamen in diesem hoch emotionalen Augenblick die Tränen. Als Nadine ihre Sprache wiedergefunden hatte, dankte sie bewegt ihrem »zweiten Papa«, Peter Borsdorff, ihrer Familie und den Freunden, die »mich so nehmen, wie ich bin, und mich unterstützen.«

 

 














                                               
Düren.
8500 Euro hat Peter Borsdorff im Rahmen seiner Hilfsaktion „Running for Kids“ im August gespendet. Über jeweils 500 Euro freuen sich der dreijährige Daniel aus Heimbach, der 13-jährige Jan aus Niederzier sowie zwei Kindertagesstätten in Eschweiler.
























Je 750 Euro gingen an die Kindertagesstätte „Pinocchio“ in Nörvenich und „Villa Pytlik“ in Mariaweiler sowie die Rollstuhlgruppe Eifel und das Thomas-Morus-Haus. Die Jugendeinrichtung aus dem Dürener Grüngürtel möchte mit dem Geld eine Ferienmaßnahme finanzieren.

Jeweils 1000 Euro spendete Borsdorff an eine Behinderteneinrichtung in der Eifel und den Dürener Abenteuerspielplatz. Hier soll mit der „Finanzspritze“ möglichst vielen Kindern die Teilnahme am Halloween-Abend ermöglicht werden. Damit Nadine Pelzer aus Hürtgenwald auch im kommenden Jahr wieder eine Delfintherapie machen kann, erhielt sie vom „Läufer mit der Sammelbüchse“ 1500 Euro. Die junge, die seit zwölf Jahren im Rollstuhl sitzt, hat mit dieser Therapie gute Fortschritte erzielt. Informationen zu „Running for Kids“ gibt es bei Peter Borsdorff unter Telefon 02421/33723.


Peter Borsdorff ist wieder für Kinder unterwegs - Lesen Sie mehr auf:
http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/dueren/peter-borsdorff-ist-wieder-fuer-kinder-unterwegs-1.906853#plx1318685821

***Nadine Zählt hier zu den Menschen 2013***

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***04.12.2013***

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***01.12.2013***

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***27.11.2013***

***Fitness-Spenden-Marathon im Sportcenter ;-)***

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***04.11.2013***

***Nadine Pelzer und die Zeugen eines Wunders***

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Einruhr. Es war einer jener Momente, die man am liebsten festhalten möchte. Bewegend, hoch emotional und einzigartig. Und die Menschen ringsum, von denen viele zum Taschentuch greifen mussten, mussten sich vorkommen wie die Zeugen eines kleinen (oder großen?) Wunders.

Auf ihren eigenen Füßen ging die junge Nadine Pelzer, bis vor Wochen noch an den Rollstuhl gefesselt, auf den Mann zu, der großen Anteil daran hat, dass die 27-Jährige nun erste, vorsichtige Gehversuche machen kann. Peter Borsdorff ist in der Läuferszene überall bekannt. Der Dürener hat die Aktion „Running for Kids“ ins Leben gerufen und sammelt seit 1995 Spenden für Kinder und Jugendliche aus der Region, die benachteiligt sind, die aufgrund von Schicksalsschlägen oder Krankheit der Hilfe bedürfen. So hat er mit inzwischen über 763.000 Euro viel Unterstützung geleistet, hat Maßnahmen ermöglicht, die für die Betroffenen finanziell nicht zu tragen gewesen wären. Überall, wo Peter „met de Duus“ mitläuft und/oder sammelt, sind die Menschen gerne bereit, ihren Beitrag in die Laufschuhsammelbüchse zu stecken. Was er den Läuferinnen und Läufern mitteilt: „Ihr könnt so glücklich sein, laufen zu können. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, denen zu helfen, die das nicht können.“

Natürlich war Peter Borsdorff auch beim Rursee-Marathon in Einruhr dabei. Zwischen den Siegerehrungen im Zelt wandte er sich an die vielen Besucher, denn er hatte diesmal einen Scheck für die integrative Kita „Die Sonnenblume“ in Simmerath mitgebracht. Zur Überreichung benötige er eine Assistentin, sagte er im vollbesetzten Zelt. Das war niemand anders als Nadine Pelzer aus Gey, die eigentlich nun im Rollstuhl zur Bühne hätte fahren müssen.

Nach missglückter OP gelähmt

Die junge Frau ist nun 27 Jahre alt, seit elf Jahren ist sie auf den Rollstuhl angewiesen, denn durch eine Bandscheibenoperation, bei der ein Fehler passierte, bekam sie ein sehr seltenes Nervenleiden. „Als ich Nadine kennenlernte, befand sie sich im Liegerollstuhl“, berichtete Peter Borsdorff. Er hat ihr durch seine Aktion „Running for Kids“ eine Delfintherapie ermöglicht. Und nun ging sie vor den Augen der Läufer und Zuschauer langsam auf Peter Borsdorff zu – auf ihren eigenen Füßen! „Es ist für mich wie ein Wunder“, bekannte Peter Borsdorff und machte kein Geheimnis aus den Tränen, die auch ihm über die Wangen kullerten. Der jungen Frau waren Anstrengung, Stolz und Freude anzusehen. „Wenn es Peter nicht gegeben hätte und ohne Eure Hilfe wäre ich heute nicht hier“, sagte Nadine Pelzer. Sie überreichte dann selbst den Scheck über 500 Euro an die Simmerather Kindertagesstätte, und der Rursee-Marathon e.V. legte noch 200 Euro dazu.

Vollends überwältigt war Nadine Pelzer aber, als Peter Borsdorff ankündigte, von heute an wieder für ihre nächste Delfintherapie zu sammeln. 750 Euro sollten der Anfang sein, damit sie im nächsten Jahr wieder nach Curacao könne, um die intensive Muskelarbeit und das Training mit den Delfinen fortzusetzen.

Es war ein sehr emotionaler Augenblick, als Nadine sich mit einer herzlichen Umarmung bei Peter Borsdorff bedankte.

 

 

 

 

***27.10.2011***

Dürener Nachrichten

***Der Traum vom Leben ohne Rollstuhl - dank Delfintherapie***

Hürtgenwald-Gey. «Ich kann mein linkes Bein fast sieben Zentimeter allein anheben. Das hätte mir doch keiner geglaubt.» Nadine Pelzer strahlt. Ihre Augen funkeln, die 24-jährige, die seit acht Jahren im Rollstuhl sitzt, sieht glücklich aus. Sehr glücklich sogar.

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Vor acht Jahren ist Nadine Pelzer notfallmäßig an einem Bandscheibenvorfall operiert worden - seitdem sitzt sie im Rollstuhl. Nervenwurzeln sind bei der Operation abgestorben, seitdem leidet Nadine Pelzer unter einer äußerst seltenen Form von Dystonie.

Schon zwei Mal hat Nadine Pelzer auf Curacao eine Defintherapie gemacht, jetzt war sie wieder für zwei Wochen auf den Niederländischen Antillen. Peter Borsdorff hat mit seiner Aktin «Running for Kids» die Therapie möglich gemacht. «Für mich ist das ein Wunder», sagt Peter Borsdorff. «Nadine ist heut ein ganz andere Frau als vor einem Jahr. Es ist toll.» Nadine sagt selbst, dass sie bei der Delfintherapie unglaublich viel Kraft getankt hat. «Ich habe wieder neuen Lebensmut», sagt die tapfere Frau ganz ernst. «Ohne Peter Borsdorff und die vielen Leute, die für mich gespendet haben, würde ich heute nicht mehr leben. Da bin ich ganz sicher.»


Bei der Delfintherapie hat Nadine Pelzer aber auch große körperliche Fortschritte gemacht. Ihre Krämpfe und Spastiken sind fast völlig verschwunden, sie sitzt im Sport-Rollstuhl und kann eben ihr linkes Bein bewegen. Stolz und sichtlich bewegt zeigt sie einen Videofilm, auf dem zu sehen ist, wie sie mit Hilfe ihrer Therapeuten durchs Wasser läuft. «Jetzt weiß ich wieder, dass es sich lohnt zu kämpfen», sagt Nadine. «Und ich mache auf jeden Fall weiter.»

Die Übungen, die sie auf Blue Curacao gelernt hat, macht sie auch in Gey jeden Tag. Regelmäßig will sie mit ihrem Vater ins Schwimmbad fahren, um zu trainieren. «An meinem Ziel hat sich nichts geändert», sagt Nadine. «Ich will wieder laufen können.» Es ist der jungen Kämpferin auch wichtig, eine Aufgabe, vielleicht sogar eine Arbeit zu finden. «Ich kann mir vorstellen, mit behinderten Kindern zu arbeiten.»

Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Im Augenblick kämpfen Nadine und ihre Eltern darum, dass die Krankenkasse die Finanzierung von Cannabistropfen für Nadines Therapie übernimmt. «Ich habe die Tropfen schon im Krankenhaus bekommen, und sie helfen wirklich. Ohne sind meine Beine nicht so beweglich.» Aber zu Hause muss ich sie selbst zahlen.» 1200 Euro kommen im Monat zusammen. «Wir wollen und müssen klagen», so Nadine. «Und mein Professor hat mir auch seine Unterstützung zugesagt.»


Auch dabei wird Nadine ganz sicher aus ihrer Zeit bei den Delfinen Kraft und Mut schöpfen. Und ganz besonders oft an Delfin Matteo denken, mit dem sie immer zusammen gearbeitet hat. Das Tier ist zwei Tage nach Nadines Rückkehr nach Hause nach Gey gestorben.

Nadine Pelzer möchte unbedingt eine weitere Delfintherapie machen. «Meine Therapeuten auf Curacao und mein Professor haben mir ganz stark zugeraten.» Einen Termin für die Reise im Mai hat sie auch schon. Einen Rest des Geldes aus der Aktion von Peter Borsdorff hat sie auch noch. «Was fehlt, bekomme ich irgendwie zusammen.»

 

***20.09.2011***

Eine junge Frau voller Lebensmut

Gey. Gut geschlafen hat Nadine Pelzer in den vergangenen Nächten nicht. Die junge Frau aus Gey ist mächtig aufgeregt. Und sie ist voller Vorfreude. Kein Wunder: Nadine Pelzer gibt sich am Dienstag auf große Reise. Zunächst geht es mit ihren Eltern mit dem Auto nach Amsterdam.

 

Nach einer Übernachtung steht am Mittwoch der zehnstündige Flug nach Curacau auf den niederländischen Antillen an. Dort wird die junge Frau dann ihre dritte zweiwöchige Delfintherapie antreten.

Seit ihrem 16. Lebensjahr sitzt Nadine Pelzer im Rollstuhl. Damals erlitt sie einen Bandscheibenvorfall, wurde operiert. Die Folge: Nadine Pelzer konnte ihre Beine nicht mehr bewegen. Doch die junge Frau ist eine echte Kämpferin. Aufgeben? Kommt gar nicht in Frage. «Egal, was die Ärzte sagen: Ich bin die ersten 16 Jahre meines Lebens gelaufen und ich werde auch wieder laufen», sagt die mittlerweile 24-Jährige voller Lebensmut.

Helfen auf diesem steinigen Weg soll ihr dabei die Delfintherapie. Schon in den Jahren 2007 und 2008 war sie auf Curacau und erzielte erstaunliche Erfolge. Nach der Therapie 2007 konnte sie wieder auf ihren Beinen stehen, 2008 ging sie 70 Meter weit und stieg sieben Treppenstufen hinauf. Erfolge, die von Ärzten bis dahin für kaum möglich gehalten wurden.

Doch weitere Erfolge konnte Nadine Pelzer nach ihrer Rückkehr nicht feiern. Stattdessen musste sie Rückschläge einstecken. «Es gab da eine Phase, in der meine Kraft mehr und mehr schwand», gibt sie zu. Doch dann schaltete sich Peter Borsdorff ein. Der «Läufer mit der Sammelbüchse» setzte sich für Nadine ein, sammelte 25.000 Euro und ermöglichte so die dritte Delfintherapie. «Das hat mir unglaublich viel Kraft gegeben. Ich kann Peter gar nicht oft genug für seinen Einsatz danken», sagt die 24-Jährige.

Drei Stunden täglich wird Nadine Pelzer zwei Wochen lang auf Curacau intensiv betreut: Gymnastik, viele Gespräche, auch mit der Familie und anderen Teilnehmern, und das Schwimmen mit den Delfinen stehen auf dem Programm. «Danach werden meine Akkus wieder voll sein», ist Nadine Pelzer sicher. Ihr Therapeut wird - wie schon bei den ersten Therapien - Matthias Krüger sein. Und auch die Delfine werden wieder die selben sein. «Zu Matteo und Papito habe ich ein ganz besonderes Verhältnis aufgebaut», freut sich die junge Frau auf die beiden Meeressäuger. Dass Wissenschaftler an der Sinnhaftigkeit der Therapie mit Delfinen zweifeln, ist Nadine Pelzer egal: «Ich habe eine Vierjährige bei der Therapie aus dem Koma aufwachen sehen. Und auch ich habe Fortschritte gemacht. Das ist Beweis genug.»

Für sie ist die Therapie ein weiterer Schritt auf dem Weg zu ihrem großen Ziel: Endlich wieder laufen zu können.

 

DN-Nachrichten 16.8.2011

Der große Traum von der Delfin-Therapie

Hürtgenwald-Gey. «Noch 34 Tage», sagt Nadine Pelzer aus dem Hürtgenwalder Ortsteil Gey. «Noch 34 Tage und ich bin endlich wieder bei meinen geliebten Delfinen.» Über das Gesicht der jungen Frau, die seit acht Jahren im Rollstuhl sitzt geht ein Lächeln, besser gesagt ein Strahlen.

Die Freude auf die Delfintherapie ist der 25-Jährigen deutlich anzusehen. «Wenn Peter Borsdorff nicht für mich gesammelt hätte und mir diese Therapie ermöglicht hätte, dann wäre ich heute nicht mehr hier. Das ist sicher.»

Die vergangenen drei Jahre hat Nadine Pelzer fast ausschließlich im Krankenhaus verbracht. Die Krankheit, unter der sie seit ihrer Bandscheiben-OP leidet, ist eine äußerst seltene Form der Dystonie. Weltweit leiden nur etwa 50 Betroffene darunter. Nadine Pelzer hat schlimmste Krämpfe und Spastiken. Bis zu 17 Mal am Tag hat sie sich übergeben müssen, wurde künstlich ernährt und hat über 45 verschiedene Medikamente am Tag bekommen. «Ich habe das wirklich nur ausgehalten, weil ich wusste, dass ich irgendwann wieder zu den Delfinen komme. Und da neue Kraft tanken kann. Wenn ich Peter Borsdorff und meine Eltern nicht gehabt hätte, hätte ich keine Kraft mehr gehabt. Ehrlich nicht.»

Nadine Pelzer wurde eine Medikamentenpumpe implantiert, auch dabei ist es zu Komplikationen gekommen. «Die Pumpe ist jetzt auch schon wieder verrutscht», sagt Nadine. «Und eigentlich müsste ich wieder operiert werden. Aber ich weiß ganz genau, dass ich dann bis zum 21. September nicht mehr aus dem Krankenhaus komme. Und deswegen bleibt die Puppe so wie sie ist.»

Nadine Pelzer lächelt wieder. Sie will mit aller Macht die Delfin-Therapie. Koste es, was es wolle. «Das ist mein Ziel, das hält mich oben.» Die zierliche junge Frau, die vor drei Monaten stolze Patentante ihres kleinen Neffen Marlon geworden ist, ist eine echte Kämpfernatur. «Im Augenblick bekomme ich Cannabis-Tropfen. Die helfen mir gegen die Schmerzen und sorgen dafür, dass meine Beine nicht mehr steif sind.» Einziges Problem: Nadines Krankenkasse finanziert die Tropfen nicht. Eine Dosis für vier Tage kostete 230 Euro. «Meine Eltern helfen mir, dass ich diese Tropfen bekommen. Ich weiß nur nicht, wie lange das noch geht.»

Einmal, da wollte sie es ohne Cannabis probieren. «Aber da war ich sofort wieder bettlägerig. Die Krämpfe, das Kribbeln und Zittern in meinen Armen und Beinen war sofort wieder da. Und da haben meine Eltern mir die Tropfen wieder besorgt.» Mittlerweile hat Nadine, deren Odyssee wirklich kein Ende zu nehmen scheint, einen Rechtsanwalt eingeschaltet. «Ich brauche die Tropfen doch», sagt sie. «Und im Krankenhaus habe ich sie ja auch bekommen. Ich versteh' das wirklich nicht. Das kann es doch nicht sein.»

Umso mehr fiebert Nadine Pelzer ihrer Delfin-Therapie entgegen. «Ich habe schon Kontakt mit meinen Therapeuten», erzählt sie. «Ich werde mit den gleichen arbeiten wie vor drei Jahren. Und auch mit den selben Delfinen. Mateo und Papito sind wieder für mich da. Ich bin sicher, dass sie mich wieder erkennen werden.» Da ist es wieder, das herzliche Lächeln auf Nadine Pelzers Gesicht. «Ich
freu' mich wirklich», sagt sie.

«Auch wenn die Therapie für mich harte Arbeit ist. Aber das soll sie ja auch sein.» Drei Stunden arbeitet Nadine in der Karibik täglich mit ihren Therapeuten und den Delfinen, außerdem hat sich auch regelmäßig Gespräche mit einem Psychologen. Mal alleine, mal gemeinsam mit ihren Eltern, die sie auf die Niederländischen Antillen begleiten. «Auch das ist ganz wichtig», sagt Nadine. «Ich muss die vielen Wochen und Monate im Krankenhaus verarbeiten.»

Bis dahin müssen der kleine Marlon und Nadines andere sechs Nichten und Neffen für Ablenkung sorgen. «Ich liebe die Kinder über alles. Und die lieben mich auch», sagt Nadine. «Und Marlon wohnt gleich nebenan, den sehe ich jeden Tag. Und wenn ich mit ihm spiele, vergesse ich wirklich alle Schmerzen. Der Kleine hilft mir sehr.» Nadine Pelzer lächelt wieder ihr unvergleichliches Lachen. Und dann sagt sie noch: «Ich glaube seit acht Jahren fest daran, dass ich wieder laufen kann. Das ist mein allergrößtes Ziel. Und das gebe ich auch nicht auf. Niemals. Und ich hoffe, dass die Delfintherapie mir dabei hilft.» So spricht eben eine echte Kämpferin.

Seit acht Jahren sitzt Nadine schon im Rollstuhl

Nadine Pelzer ist 25 Jahre alt und lebt in Hürtgenwalder Ortsteil Gey. Am 14. März 2003 ist die junge Frau an einem Bandscheibenvorfall operiert worden, seitdem sitzt sie im Rollstuhl. «Durch die Bandscheibenoperation», so Nadine Pelzer, «sind Nervenwurzeln abgestorben.»

Vor drei Jahren hat Nadine schon einmal an einer Delfin-Therapie in Curacao auf den Niederländischen Antillen teilgenommen. Danach konnte sie nach fünf Jahren zum ersten Mal 70 Meter und sieben Treppenstufen allein gehen.

Am Mittwoch, 21. September, fliegt sie mit ihren Eltern wieder zu den Delfinen. Möglich geworden ist diese zweite Therapie nur Dank der einzigartigen Hilfe und Unterstützung von Peter Borsdorff, dem «Läufer mit der Sammelbüchse» aus Düren.

In einer ziemlich einzigartigen Spendenaktion hat Peter Borsdorff über 25.000 Euro für Nadine Pelzers Delfin-Therapie gesammelt. Im Augenblick ist Borsdorff für die kleine Lena (vier Jahre) aus Nideggen-Embken unterwegs.

 

Dürener Nachrichten, 29.07.2011

 

***Dürener Nachrichten***11.02.2011***

***DN-WOCHE***09.02.2011***

 

 

***Dürener Zeitung***08.02.2011***

***25.000 Euro: Delfintherapie für Nadine ist gesichert***

Hürtgenwald. Vor vier Monaten hat Peter Borsdorff, der Läufer mit der Sammelbüchse der seit acht Jahren an den Rollstuhl gefesselten 24-jährigen Nadine Pelzer aus Hürtgenwald versprochen, eine Laufaktion für sie zu starten. Ziel sollte sein, den sehnlichsten Wunsch der jungen Frau, die an Dystonie erkrankt ist, nach einer erneuten Delfintherapie zu erfüllen, von der sie sich eine deutliche Verbesserung ihres Gesundheitszustands verspricht.

 

Zwei Monate lang hat sich der 67-jährige Initiator von «Running for Kids» mit der Aktion «Nadine. Ein Lächeln für sie!» um Spenden bemüht.

Jetzt hat er Bilanz gezogen: 25.000 Euro kamen über Spenden vieler Sportfreunde, des Publikums bei Laufveranstaltungen, der Fans bei den Heimspielen der Evivo-Volleyballer und vieler anderer Unterstützer zusammen.

Einen großen Anteil am Erfolg der Laufaktion haben unter anderem auch Triathleten aus Jülich. Das Team «Pirate Juliacum» hat Nadine Pelzer besonders ins Herz geschlossen. Von Beginn an haben die Jülicher Ausdauersportler die gehandicapte junge Frau unterstützt, haben ihr Mut gemacht und sie schließlich zum Teammitglied, zur «Edelpiratin» ernannt.

Mit den Jülicher Sportlern hat Borsdorff Nadine Pelzer deshalb auch die riesige Spendensumme überbracht. «Nadine und ihre Eltern waren überwältigt von dem fast unglaublichen Erfolg der Laufaktion», berichtet Borsdorff.

Nach Abschluss dieser Einzelaktion wird Peter Borsdorff auch weiterhin «laufend» für Kinder und junge Menschen in der Region unterwegs sein. Derzeit liegen dem Dürener Sportler 16 Hilfegesuche zum Beispiel von Fördervereinen von Kindergärten, Schulen und Behindertenwerkstätten vor.

Mit «Running for Kids» hat der Läufer in bisher 16 Jahren mehr als 443.800 Euro für Kinder in der Region zur Verfügung gestellt.

 

 ***Dürener Nachrichten***06.02.2011***

***25.000 Euro für Delfin-Therapie***

Düren/Hürtgenwald. Bei vielen Laufveranstaltungen der vergangenen Wochen ist DTV-Athlet Peter Borsdorff nur mit einem Ziel an den Start gegangen: Er wollte der 24 Jahre alten Nadine Pelzer aus Hürtgenwald, die seit acht Jahren an den Rollstuhl gefesselt ist, helfen.

Und der Einsatz des «Läufers mit der Sammelbüchse» hat sich gelohnt. 25000 Euro brachte Borsdorff dank vieler Spender am Rande der Laufstrecken zusammen. Mit dem Geld soll Nadine Pelzer eine Delfintherapie ermöglicht werden.

Die junge Frau ist an Dystonie erkrankt. Durch eine erneute Delfintherapie will sie ihrem Ziel, wieder gehen zu können, ein Stück näher kommen. «Renommierte Dürener Fachärzte räumen der Therapie sehr gute Erfolgsaussichten ein», sagt Peter Borsdorff.

Insgesamt zwei Monate lang hat sich der 67-jährigen Initiator der Aktion «Running for Kids» mit der Laufaktion «Nadine. Ein Lächeln für sie!» um Spenden bemüht. Viele, viele Sportfreunde sowie das Publikum bei Laufveranstaltungen, Fans bei den Heimspielen der Evivo-Volleyballer, Karnevalisten, ehemalige Kollegen, Facebook-User im In- und Ausland sowie Politiker konnte Borsdorff für sein Vorhaben gewinnen. Triathleten aus Jülich, das Team «Pirate Juliacum», ernannten Nadine Pelzer zur «Edelpiratin».

Nun konnte Peter Borsdorff das Resultat seiner Laufaktion der jungen Frau im Krankenhaus überbringen. Mit 25.000 Euro wird nun wahr werden, dass sie nach ihrem Klinikaufenthalt und der weiteren Genesung in heimischer Atmosphäre in diesem Jahr die ersehnte Delfintherapie antreten können wird.

Nach Abschluss dieser Einzelaktion wird Peter Borsdorff auch weiterhin «laufend» für Kinder und junge Menschen in der Region unterwegs sein. Derzeit liegen dem Dürener Sportler sechzehn Hilfegesuche von Fördervereinen von Kindergärten, Schulen, Behindertenwerkstätten und Einzelfällen vor.

«Running for Kids» konnte nach 16 Jahren mehr als 443.800 Euro für Kinder in der Region zur Verfügung stellen. Wer Peter Borsdorff unterstützen möchte findet alle weiteren Infos dazu auf seiner Homepage.

 

 

Dürener Nachrichten, am 29.01.2011

 

Eifeler Nachrichten/Zeitung, am 20.01.2011

 

 

Dürener Nachrichten, am 15.01.2011                                    Super Sonntag, am 16.01.2011

                

 

 

Nadine Pelzer will «endlich wieder laufen können»

Von Sandra Kinkel 14.01.2011, 17:14

 

Düren. Nadine, das ist die französische Form des russischen Vornamens Nadeschda. Und das bedeutet so viel wie Hoffnung. Hoffnung, die Nadine Pelzer aus Hürtgenwald-Gey sehr dringend braucht. Sie ist 24, eine junge Frau, und seit fast acht Jahren sitzt sie im Rollstuhl.

«Am 14. März 2003», erzählt Nadine Pelzer, bin ich notfallmäßig an einem Bandscheibenvorfall operiert worden. Und durch diese OP sind die Nervenwurzeln bei mit abgestorben.» Der 14. März 2003 ist der Tag, der Nadine Pelzers Leben komplett verändert hat. Seitdem ist für die junge Frau nichts mehr so, wie es vorher war. Seitdem ist ihr Leben eine einzige Odyssée, ein unglaubliches Martyrium.

Nahezu 50 Mal ist Nadine Pelzer in den vergangenen acht Jahren operiert werden, 45 verschiedene Medikamente muss sie jeden Tag zu sich nehmen, nur mit Morphium kann sie die schrecklichen Schmerzen überhaupt aushalten. Als es ihr einmal besser ging, hat sie eine Ausbildung zur Bürokauffrau angefangen, aber die Belastung, täglich acht Stunden im Rollstuhl zu sitzen, war einfach zu groß.

344 Tage war Nadine Pelzer 2010 im Krankenhaus, unter anderem, weil ihre eine Medikamentenpumpe implantiert worden ist und es hierbei auch zu mehreren Komplikationen gekommen ist.

Seit dem 16. Dezember wird sie wieder stationär behandelt. Im Universitätsklinikum Düsseldorf und dem Lendersdorfer St.-Augustinus-Krankenhaus. «Ich frage gar nicht, wann ich nach Hause kann», sagt Nadine. «Ich will nicht enttäuscht werden, weil es ja meistens doch nicht klappt.»

Die Krankheit, die mit dem Absterben der Nervenwurzeln bei Nadine Pelzer einher gegangen ist, heißt Dystonie. Bundesweit leiden nur vier Patienten an der gleichen, äußerst seltenen Form wie Nadine. Die 24-Jährige hat schlimmste Krämpfe. «Im Augenblick kann ich meine Beine nicht mehr beugen», erzählt sie. «Und ich habe immer das Gefühl ganz starke Wadenkrämpfe zu haben.» Das ist so unangenehm, dass sie manchmal über 60 Stunden einfach keinen Schlaf findet. «Ich bin müde, aber immer wach.» Mit einer Spezial-Therapie wird gerade versucht, Nadines Beine wieder beweglich zu machen.

Ihre große Hoffnung ist eine Delfintherapie auf den Niederländischen Antillen. «Da war ich schon einmal. Und danach konnte ich zum ersten Mal nach sechs Jahren 70 Meter gehen. Und alleine sieben Treppenstunden schaffen. Das war toll.»

Die junge Frau aus Gey weiß, dass eine Delfin-Therapie medizinisch umstritten ist. Und manchmal hört sie auch, dass das nichts anderes wäre als ein schöner Urlaub. «Das stimmt aber nicht», sagt sie leise. «Ich bin den ganzen Tag im Therapiezentrum. Es ist wirklich anstrengend. Und es hilft mir auch.» In Curacao, so Nadine weiter, arbeiteten deutsche Therapeuten, die Delfine lebten in freier Wildbahn. «Und es ist ein Krankenhaus in der Nähe, wo ich zur Not behandelt werden kann.» «Wichtig ist doch nur, dass die Therapie dir hilft», sagt Peter Borsdorff und drückt Nadines Hand. «Und nicht, was andere Leute sagen.»

Seit einigen Wochen ist Borsdorff (67) mit seiner Sammelbüchse für Nadine Pelzer unterwegs, um ihr die Delfintherapie zu ermöglichen . «Es hat mich bislang kein anderes Schicksal so berührt wie das von Nadine», sagt der Dürener. «Und es ist Wahnsinn, was Nadine für eine Kämpfernatur ist. Sie lässt sich einfach nicht unterkriegen.»

«Manchmal kann ich aber auch nicht mehr», sagt sie. «Dann fehlen mir Kraft und Mut. Aber durch meinen Engel Peter Borsdorff und viele andere Läufer weiß ich wieder, dass ich kämpfen muss für mein Ziel, zu den Delfinen zu kommen. Ich will wieder laufen können.» Und irgendwie kommt nach solchen Tiefs auch die Hoffnung immer wieder zurück. Die Hoffnung, die Nadine Pelzer so dringend braucht.

775 Läufer haben sich schon angemeldet

Genau 18.020 Euro hat Peter Borsdorff bis Freitag für Nadine Pelzer (24) aus Hürtgenwald laufend gesammelt. Eine zweiwöchige Delfintherapie kostet 15.000 Euro. Je mehr Geld zusammenkommt, desto länger kann Nadine im Therapiezentrum auf Curacao (Insel der Niederländischen Antillen) bleiben.

Am Sonntag, 16. Januar, ist Peter Borsdorff wieder mit seiner Sammelbüchse für Nadine unterwegs und zwar beim 26. Dürener Sparkassen-Stadtlauf der SG Düren 99. Und auch die 24-Jährige aus Gey will unbedingt für zwei Stunden die Läufer an der Strecke anfeuern.

Der Bambini-Lauf startet um 13 Uhr, Schüler gehen eine Viertelstunde später an die Strecke. Um 13.45 Uhr fällt der Startschuss für den Fünf-Kilometer-Lauf, der Hauptlauf beginnt um 14.45 Uhr. Alle Rennen beginnen vor dem Dürener Stadt-Center. Bisher haben sich 775 Läufer angemeldet, Nachmeldungen sind vor Ort möglich.

 

 

 


                          

 

***09.12.2010***Lokales Jülich von heute...***

   ***Eine Delphintherapie für «Edelpiratin» Nadine Pelzer***

Jülich/Gey. Im November hat Peter Borsdorff, der Mann von «Running for Kids», eine neue Laufaktion für eine junge Frau aus der Eifel gestartet: «Nadine - ein Lächeln für sie». Nadine Pelzer ist eine 24-jährige junge Frau, die nach einem Bandscheibenvorfall, den sie mit 16 Jahren erlitt, im Rollstuhl sitzt.

Bei der Operation kam es zu unvorhergesehenen Komplikationen, so dass einige Nervenwurzeln abgestorben sind, und Nadine ihre Beine nicht mehr bewegen kann. Dieses Krankheitsbild gibt es in Deutschland nur viermal.

Nach weit über 50 operativen Eingriffen und 340 Krankenhaustagen im letzten Jahr hat Nadine nur einen Traum. Eine Delphintherapie in Curacao. Schon vor Jahren begab sich die junge Frau in eine Delphintherapie und man konnte eine deutliche Besserung feststellen. Da diese Therapie von der Schulmedizin nicht anerkannt wird, tragen die Kassen nicht die Kosten für eine solche Therapie.

Dies war nun Grund genug für Peter Borsdorff, eine erneute Laufaktion für Nadine zu starten, da er schon vor Jahren einmal für sie unterwegs war und einen Teil dazu beitragen konnte für diese Delphintherapie.

Da das Laufteam der Jülicher Piraten ein sehr enges Verhältnis zu Peter Borsdorff und seiner Aktion «Running for Kids» pflegt, war von Anfang an klar, dass er auch diesmal mit ihrer Unterstützung rechnen konnte.

Peter Borsdorff und der Jülicher Pirat Robert Dreyling verbrachten den Abend zum Start von «Nadine - ein Lächeln für sie» zusammen mit der jungen Frau in Gey. Nach langem und intensivem Gespräch mit der jungen Frau stand für Robert Dreyling fest: «Nadine ist eine so bemerkenswerte junge Frau mit einem unglaublichen Lebensmut und Willen. Wer soviel Kraft und Kampf zeigt, kann nur ein Pirat sein. Nadine wird bei uns im Team Pirate Juliacum zur «Edelpiratin».

 

***Eine Delphin-Therapie könnte Ihr helfen***

***Dürener Nachrichten den, 07.12.2010***

 

***Ein. Lächeln für Nadine*** Super Sonntag den, 5.12.2010***

 

***Peter Borsdorff läuft für Nadine***

***04.12.2010***

Düren. Peter Borsdorff, der Läufer mit der Sammelbüchse, startet eine neue Laufaktion. Die Situation einer jungen Frau aus Hürtgenwald, für die der Dürener bereits vor Jahren einmal gelaufen war, macht es nötig.

Bis zu ihrem 16. Geburtstag war Nadine Pelzer ein Mädchen wie viele. 2003 erlitt die junge Frau aber einen Bandscheibenvorfall. Sie wurde operiert uns sitzt seitdem im Rollstuhl. Über acht Jahre hinweg erfolgte eine schier endlose Odyssee durch die verschiedensten Kliniken, Krankenhäuser und Rehazentren. Mehr als 50 Eingriffe unter Vollnarkose musste die Hürtgenwalderin über sich ergehen lassen. Ihr Körper wird zeitweise von heftigen Spastikanfällen beherrscht und gepeinigt.

Die Hoffnung, irgendwann wieder gehen zu können, hat sich für Nadine Pelzer bisher nicht erfüllt. Auch mehr als 340 Krankenhaustage allein im letzten Jahr konnten daran nichts ändern. Die junge Frau muss mittlerweile mit einem speziellen Rollstuhl in Liegestellung leben. Die Knie kann sie seit geraumer Zeit nicht mehr beugen. Damit ist das Leben noch einmal schwieriger geworden.

Nadine Pelzer hat einen großen Traum. Nachdem ihr vor einigen Jahren eine Delphin-Therapie für eine geraume Zeit eine deutliche Besserung ihre Zustands gebracht hatte, wünscht sie sich nichts sehnlicher, als diese Therapie noch einmal machen zu dürfen. Da diese Maßnahme von der Schulmedizin nicht anerkannt wird, kommt keine Krankenkasse dafür auf. Obwohl auch ein heimischer Facharzt bestätigt, dass sich die Delphintherapie gerade bei spastischen Bewegungsstörungen gut bewährt hat.

Bei einem Besuch konnte der Dürener erleben, wie große Hoffnungen die Hürtgenwalderin in die Therapie setzt. Der ehemalige Marathonläufer hat der jungen Frau versprochen, eine gezielte Laufaktion für sie starten. Damit soll ihr Traum zeitnah erfüllt werden.

Ab dem Weihnachtslauf in Jülich geht der Dürener bis auf Weiteres mit seiner Aktion «Nadine. Ein Lächeln für sie!» an den Start. Unterstützen kann man Borsdorff bei verschiedenen Veranstaltungen in der Region, unter anderem beim Dürener Stadtlauf am 16. Januar sowie bei den Heimspielen von Evivo Düren in der Kreisarena. Weitere Informationen auch zu einem Sonderkonto für die aktuelle Aktion gibt es unter runningforkids.de.vu. Fragen beantwortet Borsdorff gerne auch unter 02421/33723 u. 0171/5470871.

            

                                                                                                

                                                                  

 Düren. Nadine Pelzer aus Gey stand im Mittelpunkt der Dürener Weihnachtsgala, die der Verein «Wir für Düren» jetzt zum siebten Mal im Haus der Stadt präsentierte.                                          

 

 

Wie immer verzichteten die auftretenden Künstler auf Gagen, so dass die Eintrittsgelder voll und ganz dem guten Zweck zugute kommen. Und der ist in diesem Jahr eine Delfintherapie für die junge Frau aus Gey, die seit 2003 querschnittgelähmt ist.

Nadine Pelzer wurde nach einem Bandscheibenvorfall im Jahr 2003 operiert. Eine erste Delfintherapie hat gute Verbesserungen hervorgerufen. Sie kann jetzt besser stehen und hat vor allem an Selbstvertrauen gewonnen. Axel Steiger zeigte während der Gala mehrere Bilder von Nadine Pelzer mit Delfinen, was viele Besucher sehr bewegte.

Um der jungen Frau aus Gey eine zweite Delfintherapien zu ermöglichen, kommt ihr der komplette Reinerlös der Veranstaltung zugute. «Einen satten Batzen Geld» will der Kiwanis-Club Villa Duria noch hinzufügen, so Präsident Axel Steiger. Weitere Spenden auf das «Wir für Düren» (Konto-Nr. 325746 bei der Sparkasse Düren) sind unter dem Stichwort «Delfintherapie» sehr willkommen.

Viele bekannte Künstler, aber auch viele neue Gesichter nutzten die Bühne im Haus der Stadt, um sich zu präsentieren und gleichzeitig einer guten Sache zu dienen. Zu Beginn empfing das Mandolinenorchester aus Pier die Gäste im Foyer mit weihnachtlichen Klängen. Danach gestaltete sich das Programm sehr vielfältig: Geschichten, Lieder, Tänze, Gedichte, Theater, Mundart - von allem war etwas dabei.

Georg Servos, Vorsitzender von «Wir für Düren», leitete durch das Programm. Im ersten Teil der Veranstaltung traten Ude Ruland, die Musikschule Düren und deren Ballettklasse, die Seniorentanzgruppe der VHS, die Theater AG des Burgau-Gymnasiums, Renate Greiff, die Annabells sowie Franz-Josef Linnartz auf.

Besonders das Theaterstück «Der Weihnachtsmann und das kleine grüne Männchen» der Burgau-Schüler kam beim Publikum sehr gut an. Es handelte von den Menschen, die den eigentlichen Sinn von Weihnachten weitgehend vergessen haben.

Nach der Pause folgten die Jagdhornbläser, die Ballettklasse Daiga Grosmane Zeiss, Pater Timotius, Stefan Schwalbach & Rachel Sondijker, Nancy & Mauricio, Wolfgang Nolden, Eva East und «Fundamental». Das Publikum belohnte alle mit viel Applaus.

Höhepunkt des Abends war das Finale, als alle gemeinsam «Stille Nacht» anstimmten.

 

 

                                                 ***Dürener Nachrichten, den 18.03.2008***

 

 Düren. Über eine Spende von 5000 Euro hat sich die Dürenerin Nadine Pelzer gefreut. Die junge Frau sitzt seit einem Bandscheibenvorfall querschnittsgelähmt im Rollstuhl und möchte im Herbst zum zweiten Mal zu einer Delfin-Therapie in die Karibik fliegen. 

                                     

«Ich hoffe, dass ich dadurch meine Beweglichkeit weiter verbessern und auch wieder etwas Selbstvertrauen tanken kann», sagte Pelzer.

Dies, so die Dürenerin, sei ihr besonders wichtig, da sie als Rollstuhlfahrerin fast täglich mit Akzeptanzproblemen in der Gesellschaft zu kämpfen habe.

Zur Verfügung gestellt wird das Geld vom Verein «Wir für Düren», der im Rahmen einer Weihnachtsgala Spenden für Pelzers Therapie gesammelt hatte. Dein Reinerlös von zweitausend Euro stockte der Schirmherr der Veranstaltung, der Kiwanis Club «Willa Duria», noch einmal um dreitausend Euro auf. «Wir sind froh, dass auf diese Weise ein stattlicher Betrag als Grundlage für die Therapie zusammen gekommen ist», sagte der Vorsitzende von «Wir für Düren», Georg Servos.

Sichtlich gerührt

Insgesamt kostet die zweiwöchige Therapie rund 15 000 Euro. Um diesen Betrag zu erreichen fehlen Pelzer und ihrer Familie noch rund achttausend Euro. Dennoch war die Dürenerin durch das Engagement der beiden Verein sichtlich gerührt.

Eines lag ihr bei der Spendenübergabe besonders am Herzen: «Bei der Therapie handelt es sich nicht um Urlaub. Ich werde dort rund um die Uhr von Fachleuten betreut und muss jeden Tag zur Krankengymnastik», erklärte sie.

Und auch wenn der nächste Trip noch nicht sicher ist, ihren Spendern ist Pelzer jetzt schon sehr dankbar: «Ohne diese tolle Hilfe wäre es mir überhaupt nicht möglich gewesen, die nächste Therapie zu bezahlen. Dafür möchte ich mich bei allen, die gespendet haben, von ganzem Herzen bedanken.» 

                                                       

IG Weihnachtsmarkt Bergstein 2007

 Ein weiteres Mal hat der Weihnachtsmarkt Bergstein alle Erwartungen erfüllt und einen stolzen Betrag für im Vorfeld festgelegte Einrichtungen bzw. hilfsbedürftige Personen erwirtschaftet.
Auch wenn "Petrus" am zweiten Veranstaltungstag nicht ganz mitgespielt hat, ist ein Reinerlös von insgesamt 8.200,- € zustande gekommen.
Jeweils 2.000,- € werden an
- Kinderhospiz Balthasar, Olpe,
- Oliver Müller, Zerkall,
- Nadine Pelzer, Gey,
- Hospiz Düren-Lendersdorf
übergeben.
Die restlichen 200,- € werden an die Gewinner des auf dem Weihnachtsmarkt stattgefundenen Luftballonwettbewerb überreicht.
Dafür möchte ich mich bei allen Leuten, die auf dem Weihnachtsmarkt geholfen und gespendet haben, von ganzem Herzen bedanken.

 

29.12.2006

***Ich will wieder ein halbwegs normales Leben***

 Hürtgenwald. Ein Lächeln umspielt den Mund der sonst so ernst blickenden jungen Frau, als der Delfin ihre Beine sanft mit seiner Nase anstupst. Von einer Schwimmweste über Wasser gehalten, streichelt Nadine Pelzer vorsichtig den grauen Kopf des tierischen Freundes, nimmt ihn in den Arm. In diesem Moment sind die bewegungsunfähigen Beine vergessen, die Operationen und die Schmerzen, die Nadine nachts kaum schlafen lassen.

Plötzlich wird der Bildschirm schwarz, und Nadine schaltet den Fernseher ab, nimmt die DVD aus dem Gerät. Immer wieder schaut sich die 20-Jährige aus Gey diesen Film an. Besonders dann, wenn selbst der Cocktail aus 28 Medikamenten die allgegenwärtigen Schmerzen nicht mehr erträglich machen kann. Der Film ist eine Erinnerung an ihre «Delfin-Therapie» auf Curacao im vergangenen Jahr. Nach einem Bandscheibenvorfall im März 2003 war es mit dem unbeschwerten Leben der damals 16-Jährigen über Nacht vorbei: Die Nerven wurden beschädigt, Nadine konnte ihre Beine nicht mehr bewegen. Mehrere Operationen folgten - ohne Ergebnis.

Nadine ist sicher: Geholfen hat ihr vor allem die Delfin-Therapie. Nach sieben Behandlungstagen stand sie erstmals wieder auf eigenen Beinen, die Muskelkrämpfe ließen nach, auch den Katheder braucht sie seitdem nicht mehr. Möglich wurde die 14-tägige Therapie auf der Karibik-Insel Curacao auch mit Hilfe der AZ-Leser, die dem Hilfswerk unserer Zeitung «Menschen helfen Menschen» Spenden überwiesen, mit denen Nadine die 10.000 Euro teure Behandlung bezahlen konnte.

Seitdem ist ein Jahr vergangen. Monate, in denen Nadine wieder im Krankenhaus lag. Da sich ihre Sehnen verkürzt haben, bildeten sich Krallenfüße. Operativ wurden alle Sehnen der unteren Fußmuskulatur durchtrennt, die Zehen versteift, Weichteile und Knorpel entfernt. «Nachdem man mir den Gips vom Bein nahm, kam das böse Erwachen: Links hat sich ein Klumpfuß gebildet», berichtet Nadine mit ruhiger Stimme. Seit diesem Donnerstag liegt sie daher erneut in der Klinik. «Ich will aus dem Rollstuhl heraus, wieder ein halbwegs normales Leben führen. Ohne immer auf Hilfe angewiesen zu sein», sagt Nadine. «Um mein Ziel zu erreichen werde ich auch diese Operationen über mich ergehen lassen.»

Nur zehren die Monate im Krankenhausbett an ihren Kräften. Gerne würde sie eine zweite Delfin-Therapie machen, von deren Erfolg sie so überzeugt ist. «Fünf Therapeuten haben sich intensiv um mich gekümmert - innerhalb kürzester Zeit gab es spürbare Fortschritte», erzählt Nadine. Zudem wurden Workshops angeboten, in denen es Tipps und praktische Übungen für das Leben im Rollstuhl gab. Nadine: «Die Delfin-Therapie hat mir Lebensmut gegeben und mein Selbstbewusstsein gestärkt, ein Stück mehr Lebensqualität verschafft. Auch meine Ärzte haben mir dazu geraten.» Einen der begehrten Plätze hat sich die junge Frau für den Sommer bereits reservieren lassen.

Ein Problem ist jedoch die Finanzierung. Bis März müssen Pelzers die Summe überweisen. «Meine Eltern haben bereits viel Geld aufgenommen, um die Garage in eine behindertengerechte Wohnung für mich umzuwandeln», berichtet Nadine. Die gesamten Therapiekosten könne die Familie nicht stemmen. «Ich will nicht als Bettlerin dastehen», sagt die 20-Jährige. Doch ist sie auf fremde Hilfe angewiesen.

«Wenn ich nicht wüsste, dass mir die Therapie nützt, würde ich sie gar nicht machen wollen. Das ist schließlich kein Urlaub», betont Nadine. «Ich will nur aus dem Rollstuhl heraus. Endlich eine Ausbildung machen, mein Leben leben.» Derzeit holt sie per Fernstudium ihren durch die Behinderung geplatzten Schulabschluss nach, arbeitet an einer Zukunftsperspektive. Wenn die die Gegenwart mit all den Schmerzen einholt, greift sie zur Aufzeichnung ihrer Stunden mit Delfin Matteo in der Vergangenheit. Und hofft, dass es im Sommer ein Wiedersehen gibt.

Wer Nadine Pelzer helfen will, kann Kontakt mit ihrer Familie aufnehmen: 02429/2246.

 

 

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